Fundgrube

Freitag, 10. Februar 2017 22:57 Alter: 10 Tage

Mast und Schotbruch

Aufgestöbert im PIEKFALL : "beim Lesen des Editorials 7/2015stolperte ich über einen kleinen Satz, ganz am Ende.

 Da wird in dem Heft, das mit Recht zu dem Wegweiser in der Traditionsschiffahrt geworden ist, wieder der neumodische Wunsch geäußert, dass der MAST zu brechen habe.

Mir als altem Rahschiffmenschen tut das weh, der soll doch gerade NICHT brechen, deshalb sollen doch eher die Schot und der Hals) (also die Luvschot) nachgeben.

 Ob man solche Kunde irgendwann einmal in launiger Form im Piekfall  unterbringen kann? Das Piekfall hat doch etliche Leute auf die man hört, wenn sie etwas sagen.

Also, nichts für ungut, vielleicht drückt auch mal jemand dem Schreiber jener Worte mein Handbuch für Decksleute in die Hand, da ist das auch ausführlich beschrieben

 Jochen Garrn

 "Wer die Freiheit erfahren will, die das Segeln fühlen lassen kann, muss sich zunächst binden - an einen Segelkurs, an dessen Ende der Erwerb des Segelscheins steht. Mast- und Schotbruch sei Ihnen dabei gewünscht"; "Viel Spaß beim Segeln! Mast- und Schotbruch!" 

 Die Schot ist die Leine, die das Segel im gewünschten Winkel zum Wind hält. Eine Deutung besagt, dass bei einem Sturm Mast und Schot Sollbruchstellen darstellten, die brechen bzw. reißen sollten, bevor noch größerer Schaden entstand. Daher führte man früher neben den Ersatzschoten auch einen Ersatzmast mit (Hinweis eines Nutzers). Nach einer anderen Deutung ist der Spruch in Anlehnung an "Hals und Beinbruch" entstanden: Man wünscht das Gegenteil von dem, was man sagt, denn ein Aberglaube besagt, dass ein offener Glückwunsch böse Dämonen auf eine Gelegenheit aufmerksam macht, Übles zu tun (Küpper)

Quelle http://www.redensarten-index.de/

 

"Hals und Beinbruch" umgangssprachlich; In der Paarformel Hals und Bein bedeutet Bein eigentlich - wie früher allgemein gebräuchlich - Knochen (engl. bone). Der scheinbar makabere Glückwunsch geht auf den alten Volksglauben zurück, dass man das Gute beschwören kann, indem man das Böse wünscht.

 "Das ist doch kein Beinbruch" das ist doch nicht so Schlimm

Der Beinbruch beim Pferd, dem früher allgemein üblichen Reit- und Arbeitstier, konnte gewöhnlich nicht geheilt werden und kam somit einem Totalverlust gleich, demgegenüber alle anderen Schäden als vergleichsweise harmlos angesehen wurden 



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